Luftaufnahme der Insel Alcanada mit dem Leuchtturm von Alcanada in ihrer Mitte, umgeben vom klaren Wasser der Bucht von Alcúdia und mit Pinienwald auf der Insel, Mallorca

Insel Alcanada auf Mallorca: Anfahrt, Sehenswertes und der Leuchtturm

150 Meter vor dem Strand von Alcanada liegt eine 4 Hektar große Insel mit Pinien und dem Leuchtturm von Aucanada, der seit 1861 in Betrieb ist. Das Wasser ringsum gehört dank der Posidonia-Wiesen zu den klarsten der Bucht von Alcúdia.

Rund 150 Meter vor dem Strand von Alcanada, mitten in der Bucht von Alcúdia, liegt eine kleine, von Pinien bedeckte Insel. Über ihr erhebt sich der seit 1861 betriebene Leuchtturm von Aucanada. Obwohl sie sehr nah an der Küste liegt, bietet sie vom Meer aus eine ganz andere Perspektive und ist zu einem der markantesten Motive im Norden Mallorcas geworden.

Man kann sie vom Strand aus betrachten, bei ruhiger See hinüberschwimmen, mit dem Kajak hinüberfahren oder sie auf mehreren unserer Routen aus der Nähe sehen. Vor einem Besuch sollte man wissen, welche Bereiche geschützt sind und wie man vermeidet, die Posidonia-Wiesen rund um die Insel zu beschädigen.

Wo sie liegt

Die Insel liegt in der Bucht von Alcúdia, vor dem Strand von Alcanada, in der Gemeinde Alcúdia.

Koordinaten: 39°50'07" N, 3°10'15" E

Port d'Alcúdia~3,5 km über die Straße · ~0,8 Seemeilen
Port de Pollença~16 km über die Straße · ~4,3 Seemeilen

Steckbrief

Offizieller NameIlla d'Alcanada (Islote de Aucanada)
SchutzstatusANEI + FFH-Gebiet Natura 2000 (ES5310005 Badies de Pollença i Alcúdia)
GemeindeAlcúdia
Fläche~4 Hektar
Zugang über LandEs gibt keinen Steg. Schwimmend, mit dem Kajak oder mit dem Boot
Zugang über das MeerFrei; Ankern nur über Sand, niemals über Posidonia
Verfügbare EinrichtungenKeine auf der Insel
Empfohlene BesuchsformKajak vom Strand von Alcanada oder eine unserer Bootstouren

Lohnt sich ein Besuch?

Wer eine unbewohnte Insel erreichen und sie zu Fuß umrunden möchte, um den Leuchtturm aus der Nähe zu sehen, kann sie vom Strand von Alcanada aus leicht erreichen. Die Überquerung ist kurz, und die Insel hat etwas, das fast kein anderer Punkt der Bucht bietet: echte Stille und das Gefühl, an einem Ort ohne jede Infrastruktur zu sein.

Wenn man sie nur sehen und fotografieren möchte, hat man vom Strand von Alcanada aus bereits eine gute Perspektive. Vom Boot aus ändert sich der Blickwinkel. Die weiße Silhouette des Leuchtturms mit dem Pinienwald im Hintergrund und dem Blau der Bucht ist eines der markantesten Motive im Norden Mallorcas.

Weniger geeignet ist der Besuch, wenn man den Leuchtturm betreten möchte. Das Innere ist für die Öffentlichkeit geschlossen, und die Insel hat keinerlei Infrastruktur.

Warum sie geschützt ist

Die Insel und ihre Gewässer haben zwei Schutzebenen: ANEI (Naturgebiet von besonderem Interesse) aus der Raumplanung Mallorcas und FFH-Gebiet (Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung) des Netzes Natura 2000, eingebunden in das Gebiet ES5310005 „Badies de Pollença i Alcúdia".

Dafür gibt es konkrete Gründe.

Die Wiesen aus Posidonia oceanica rund um die Insel gehören zu den dichtesten und gesündesten der Bucht von Alcúdia. Posidonia produziert Sauerstoff, filtert das Wasser, sorgt für klares Wasser und dient Dutzenden von Meeresarten als Kinderstube. Sie regeneriert sich sehr langsam: Ein falsch gesetzter Anker kann Quadratmeter zerstören, deren Erholung Jahre dauern würde. Daher das Verbot, über ihr zu ankern.

Der Leuchtturm von Aucanada (1861) ist eine aktive Infrastruktur, die von der Hafenbehörde verwaltet wird, was den Zugang ins Innere einschränkt.

Die Insel selbst kann mit nur 4 Hektar und ohne jede Infrastruktur keinen Massentourismus aufnehmen, ohne Schaden zu nehmen.

Was es gibt und was man sehen kann

Der Leuchtturm von Aucanada ist seit 1861 in Betrieb. Der weiße, zylindrische Turm ist 15 Meter hoch und wird seit den 90er-Jahren automatisiert mit Solarmodulen betrieben. Von innen ist er nicht zu besichtigen, aber man kann ihn über das felsige Ufer zu Fuß umrunden.

Rund um den Leuchtturm wachsen Pinien, Mastixsträucher und Wildoliven. Unter Wasser sorgen die Posidonia-Wiesen an Tagen mit gutem Wetter für eine Sicht von 15 bis 20 Metern. Die häufigsten Arten sind Goldstriemen, Brandbrassen und Marmorbrassen. Seevögel nutzen die Insel als Rastplatz.

Wie man hinkommt

Von Land aus (schwimmend oder mit dem Kajak)

Vom Strand von Alcanada aus beträgt die Überquerung rund 150 Meter. Der Kanal zwischen Strand und Insel wird von Booten befahren; eine Signalboje mitnehmen, um sichtbar zu sein. Man geht auf Felsen an Land, es gibt keine Anlegestelle. Neoprenschuhe mitnehmen, da der Grund rutschig sein kann.

Mit dem Kajak oder dem SUP-Board ist die Überquerung sicherer und bequemer als schwimmend, vor allem mit Kindern.

Anfahrt mit dem Auto zum Strand von Alcanada: über die Ma-3460 von Port d'Alcúdia bis zum Ende. Kostenlose Parkplätze entlang der Straße; im Sommer vor 10 Uhr voll.

Vom Meer aus (privates Boot)

Über Sand ankern, niemals über Posidonia. Durchschnittliche Tiefe 5 bis 8 Meter. Auf der Insel gibt es weder Anlegestelle noch Festmacher.

Für organisierte Besuche im Inneren des Leuchtturms ist eine Genehmigung der Hafenbehörde erforderlich. Regelmäßige Besichtigungen werden nicht angeboten.

Drohnen: Einsatz durch die AESA-Vorschriften eingeschränkt. Vor dem Flug informieren.

Bootstouren

Das Glasbodenboot auf Mallorca fährt auf seiner Route durch die Bucht an der Insel und am Leuchtturm vorbei. Auch die Bootstour nach Formentor und einige Routen der Katamaran Tour auf Mallorca. Vom Boot aus sieht man den Leuchtturm auf Höhe des Meeresspiegels, mit freiem Blick auf die gesamte Insel.

Eindruck vom Meer aus

Vom Meer aus taucht der Leuchtturm nach und nach zwischen den Pinien auf, bis er die Silhouette der Insel vollständig beherrscht. Bei der Annäherung erkennt man leichter den Kontrast zwischen Fels, Posidonia und dem klaren Wasser der Bucht; zugleich lässt sich die strategische Lage nachvollziehen, die er historisch für die Kennzeichnung der Einfahrt zum Port d'Alcúdia hatte.

Das beste Licht zum Fotografieren gibt es früh am Morgen, wenn die Sonne die Südfassade beleuchtet. Bei Sonnenuntergang liefern die warmen Töne auf dem Gestein ebenfalls gute Ergebnisse.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst bieten meist die angenehmsten Bedingungen für einen Besuch der Insel: weniger Andrang, leichteres Parken und häufig ruhigeres Meer.

Im Sommer ist die Überquerung möglich, doch man sollte früh aufbrechen, um einen Parkplatz zu bekommen und da zu sein, bevor der Kanal stärker befahren wird.

Bei Nord- oder Ostwind nicht übersetzen: Im Kanal kann Wellengang herrschen. Bei ruhiger See hat das Wasser in der Umgebung ausgezeichnete Sicht zum Schnorcheln.

Praktische Tipps

Neoprenschuhe für das Anlanden und den felsigen Grund. Sicherheitsboje, wenn man hinüberschwimmt. Nicht über Posidonia ankern. Alles wieder mitnehmen, denn auf der Insel gibt es keine Abfalleimer. Weder am Strand von Alcanada noch auf der Insel gibt es nennenswerten Schatten; Sonnenschutz, Mütze und Wasser sind im Sommer unverzichtbar.

Häufige Fragen

Wie gelangt man zur Insel Alcanada?

Vom Strand von Alcanada aus schwimmend, mit dem Kajak oder mit dem Boot (~150 m), jedoch nur bei ruhiger See. Auch unsere Bootstouren fahren an der Insel vorbei.

Kann man den Leuchtturm betreten?

Nein. Das Innere ist geschlossen und automatisiert. Man kann nur um das Wohngebäude herumgehen.

Ist es sicher, zur Insel zu schwimmen?

An Tagen mit ruhiger See und mit guter Kondition ja. Eine Signalboje mitnehmen. Nicht allein losschwimmen. Mit kleinen Kindern setzt man besser mit dem Kajak über.

Kann man in der Nähe ankern?

Über sandigem Grund ja. Über Posidonia nein. Festmacherbojen gibt es nicht.

Von welchen unserer Ausflüge aus sieht man den Leuchtturm?

Das Glasbodenboot auf Mallorca ist der Ausflug, bei dem man die Insel während der Fahrt aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten kann. Auch die Bootstour nach Formentor fährt an ihr vorbei, bevor sie Kurs auf Cap Pinar und die Bucht von Pollença nimmt. Einige Abfahrten der Katamaran Tour auf Mallorca schließen sie ebenfalls in ihre Route ein.

Wann besucht man sie am besten?

Im Frühling oder Herbst. Früh am Morgen oder bei Sonnenuntergang ist das Licht besser und der Parkplatz weniger voll.

Gibt es Parkplätze in der Nähe?

Ja, entlang der Straße am Strand von Alcanada. Kostenlos, im Sommer aber sehr begrenzt.

Darf man eine Drohne einsetzen?

Nicht ohne Genehmigung der AESA. Die Nähe zur Bucht von Alcúdia und zur Ortschaft schränkt den Flugbetrieb ein.

Inhalte
Der Alcudia Sea Trips Blog
Inspiration, Tipps und besondere Orte, um die Nordküste Mallorcas zu entdecken.