Cala en Gossalba mit kristallklarem Wasser und felsigen Klippen auf der Halbinsel Formentor

Cala en Gossalba, Mallorca: praktische Tipps und Infos für deinen Besuch.

Cala en Gossalba ist eine dieser Buchten, die in Reisekatalogen kaum auftauchen. Sie liegt versteckt auf der Halbinsel Formentor, zwischen Klippen, Pinien und Berghängen, die direkt ins Meer abfallen, und ist nur über einen etwa 30-minütigen Fußweg auf einem steilen Pfad oder mit dem Boot erreichbar. Es gibt keinen Sand, keine Strandbar und keinen Rettungsschwimmer. Was es hier gibt, sind Ruhe, sehr klares Wasser und selbst im Sommer nur wenige Menschen. Wenn ihr den Fußweg vermeiden möchtet, fährt unser Bootsausflug nach Formentor entlang dieser Küste ab dem Hafen von Alcúdia und ermöglicht es euch, die Bucht vom Wasser aus zu sehen, ohne den Wanderweg auf euch nehmen zu müssen.

Wo liegt Cala en Gossalba?

Cala en Gossalba liegt auf der Halbinsel Formentor, in der Gemeinde Pollença. Sie wird vom Puig de les Butzes (162 m) und dem Morro del Pont flankiert; die nächstgelegene Nachbarbucht ist Cala Murta, etwas weiter westlich.

Anfahrt

Mit dem Auto und zu Fuß

Die übliche Route beginnt an einem kleinen Aussichtspunkt an der Straße MA-2210, die von Port de Pollença zum Leuchtturm von Formentor führt. Der Aussichtspunkt liegt bei Kilometer 14,9, nach einem Tunnel. Dort ist nur Platz für vier oder fünf Autos, daher solltet ihr in der Hochsaison früh ankommen.

Verkehrsbeschränkungen (2026))

Vom 15. Mai bis zum 18. Oktober ist die MA-2210 von 10:00 bis 22:00 Uhr reguliert. Es dürfen nur autorisierte Fahrzeuge, Anwohner, Taxis und Fahrräder fahren. Der Bus 334 verbindet Alcúdia, Port de Pollença, Mirador des Colomer, Cala Murta und den Leuchtturm.

Der Weg beginnt auf der anderen Straßenseite. Er ist mit „fitas“ markiert, kleinen aufgeschichteten Steinhaufen, die den Weg anzeigen, und führt durch einen Pinienwald entlang eines trockenen Bachbetts hinunter. Der Abstieg ist mittelschwer bis anspruchsvoll: etwa 30 Minuten mit losen Steinen und einem steilen Abschnitt am Ende. Nicht geeignet für Kinderwagen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Für uns ist die Anreise mit dem Boot die bequemste Option und diejenige, die eine völlig andere Perspektive auf die Bucht bietet. Die enge Einfahrt zwischen den Klippen ist vom Meer aus beeindruckend und von Land aus kaum vorstellbar. Die Tiefe liegt bei etwa 8 bis 10 Metern. In Ufernähe gibt es Posidonia-Seegras. Denkt daran, immer auf Sand zu ankern, um es nicht zu beschädigen.

Vom Hafen von Alcúdia aus fährt unser Bootsausflug nach Formentor entlang dieser Küste. Wenn ihr Stopps und Zeiten selbst wählen möchtet, ermöglichen euch die privaten Bootstouren, Cala en Gossalba als Stopp zum Ankern und Baden einzuplanen.

Katamaran vor Anker in Cala en Gossalba während eines Bootsausflugs entlang der Nordküste Mallorcas

Wie ist die Bucht?

Cala en Gossalba hat eine „U“-Form und teilt sich an Land in zwei kleine Buchten. Es gibt keinen Sand: Der Boden besteht aus runden Steinen und Kies. Die Pinien reichen fast bis ans Ufer und spenden zu bestimmten Tageszeiten etwas Schatten.

Das Wasser ist sehr klar. Durch ihre südöstliche und südwestliche Ausrichtung ist die Bucht gut vor Nordwind geschützt. Bei Ostwind kann es etwas Wellengang geben. Die Tiefe beträgt im Zentrum mehr als 10 Meter, und der Meeresboden ist hauptsächlich felsig mit Algen, was ihn sehr interessant zum Schnorcheln macht. Beim Einstieg ins Wasser sollte man die Steine jedoch berücksichtigen. Ohne Badeschuhe ist der Einstieg unangenehm.

Im Westen liegt Cala Murta, im Osten der Racó de Santa Clara. Klippen und Pinienwald, ohne sichtbare Bebauung.

Was kann man in der Bucht unternehmen?

Für uns ist Schnorcheln der Hauptgrund, nach Cala en Gossalba zu kommen. Die Sicht kann 15 bis 20 Meter erreichen, und der felsige Meeresboden bietet viel Meeresleben, mit großen Posidonia-Seegraswiesen und vielen verschiedenen Fischen. Im Bereich des Morro del Pont kann man Muränen sehen. Badeschuhe sind wichtig, da der Einstieg ohne sie unangenehm ist.

Wer einen Tauchschein hat, kann dank der Felswände und der Tiefe auch Gerätetauchen. Es gibt keinerlei Einrichtungen, daher müsst ihr eure Ausrüstung selbst mitbringen.

Wenn ihr mit dem Boot ankommt, empfehlen wir, SUP-Boards oder Kajaks mitzunehmen. Die Form der Bucht und die kleinen Öffnungen in den Klippen machen es besonders reizvoll, sie vom Wasser aus zu erkunden.

Auf dem Weg hinunter trifft man häufig auf wilde Ziegen. Auch die Ausblicke in Richtung Cap de Formentor sind die Mühe wert.

Verfügbare Einrichtungen

Keine. Keine Strandbar, keine Liegen, keine Duschen, keine Toiletten, kein Rettungsschwimmer und in einigen Abschnitten kein Mobilfunkempfang. Wenn ihr mehrere Stunden dort verbringen möchtet, solltet ihr gut vorbereitet ankommen: Trinkwasser und Essen, Sonnenschutz und Kappe, Wanderschuhe für den Weg und Badeschuhe für das Wasser, eine Tasche für euren Müll und einen tragbaren Sonnenschirm, wenn ihr Schatten möchtet. Weder unterwegs noch in der Bucht gibt es eine Versorgungsmöglichkeit.

Das Parken am Aussichtspunkt ist kostenlos, aber es gibt nur sehr wenige Plätze.

Blick auf Cala en Gossalba von einem Boot aus, mit türkisfarbenem Wasser und Pinien oberhalb der Klippen

Wann sollte man hinfahren?

Wenn ihr wählen könnt, ist September der beste Monat: Das Wasser ist warm, es gibt weniger Besucher und die Zufahrt mit dem Auto zur Formentor-Straße ist einfacher. Auch der Frühling eignet sich sehr gut. Im Sommer ist der Fußweg wegen der Hitze anstrengender, und der Parkplatz füllt sich früher.

Im Tagesverlauf ist es sinnvoll, gegen 9 bis 10 Uhr aufzubrechen, um einen Parkplatz zu sichern und entspannt anzukommen. Der späte Nachmittag funktioniert ebenfalls gut: Die Sonne steht nicht mehr direkt über der Bucht, und die Boote, die mittags vor Anker lagen, beginnen abzufahren.

Bevor ihr mit dem Boot losfahrt oder Schnorcheln plant, solltet ihr den Wind prüfen. Winde aus Südost bis Südwest erzeugen Wellengang; bei Nordwind ist die Bucht gut geschützt.

Praktische Tipps

Geht nicht mit Flip-Flops. Der letzte Abschnitt des Weges hat lose Steine und Gefälle, und Flip-Flops sind dafür nicht geeignet.

Der Parkplatz bietet höchstens Platz für vier oder fünf Autos. Aus unserer Erfahrung kann er in der Hochsaison um 10 Uhr bereits voll sein. Die Alternative ist der Bus 334, der am Beginn des Weges nach Cala Murta hält. Von dort sind es bis Cala en Gossalba etwa 10 Minuten zu Fuß.

Wenn ihr mit dem Boot ankommt, ankert auf Sand. Das Posidonia-Seegras nahe am Ufer kann durch den Anker leicht beschädigt werden, und es ist einer der Gründe, warum das Wasser so sauber bleibt.

Mit Kindern kann der Ausflug ab etwa 8 bis 10 Jahren funktionieren, wenn sie es gewohnt sind, auf unebenem Gelände zu gehen, aber immer nur unter Aufsicht. Nicht geeignet für kleine Kinder oder Personen mit Höhenangst oder eingeschränkter Mobilität.

In einigen Abschnitten kann das Handy keinen Empfang haben. Ladet die Karten vor dem Start herunter.

Strand von Cala en Gossalba, umgeben von Felsen und mediterraner Vegetation im Norden Mallorcas

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man nach Cala en Gossalba?

Nur zu Fuß oder mit dem Boot. Zu Fuß: über die Straße MA-2210 bis zu einem kleinen kostenlosen Parkplatz, dann 2,5 km auf einem steilen Wanderweg. Der Weg ist schwierig und nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Mit dem Boot vermeidet ihr die gesamte Wanderung.
Ja. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber die Belohnung ist eine unberührte Bucht mit sehr klarem Wasser und sehr wenigen Menschen. Für uns ist sie eine der besten Buchten im Norden Mallorcas für alle, die gutes Schnorcheln und Ruhe suchen.
Es gibt einen kleinen kostenlosen Parkplatz 1,5 km von der Bucht entfernt, mit etwa 4 bis 5 Stellplätzen. In der Hochsaison ist er sehr schnell voll. Ihr solltet früh ankommen.
Ja, sie ist eine der besten im Norden Mallorcas. Die Sicht kann 15 bis 20 Meter erreichen, und der Meeresboden mit Posidonia-Seegras und Felsen ist interessant. Bringt Maske und Schnorchel sowie Badeschuhe für den Einstieg mit.
Mit dem Boot ist es bequemer und man vermeidet den anspruchsvollen Fußweg. Die Bucht hat einen Ankerbereich und ist bei Bootsfahrern beliebt. Zu Fuß haben der Weg und die Umgebung ihren eigenen Reiz. Es hängt davon ab, wonach ihr sucht.
Nein. Dank des schwierigen Zugangs und der begrenzten Parkmöglichkeiten ist die Bucht selbst im August meist wenig besucht. Es können einige Boote vor Anker liegen, aber am Ufer bleibt die Atmosphäre ruhig.
Nur für Kinder ab etwa 8 bis 10 Jahren, die es gewohnt sind, auf unebenem Gelände zu gehen. Nicht geeignet für Kinderwagen, kleine Kinder oder Personen mit Höhenangst.
Garantierten natürlichen Schatten gibt es am Strand nicht. Die Pinien spenden je nach Tageszeit an den Rändern etwas Schatten, aber es ist besser, einen tragbaren Sonnenschirm mitzunehmen.
Vom 15. Mai bis zum 18. Oktober ist die Straße von 10:00 bis 22:00 Uhr nur eingeschränkt befahrbar. Ihr könnt außerhalb dieser Zeiten hinfahren oder den Bus 334 nutzen.
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